Baubericht 1937 Cord 812

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Der Monogram Bausatz Kit-No. 2233 des 1937er Cord 812 stammt aus dem Jahr 1978. Er gehört zur „Special Interest Series“ von Monogram und ist im Maßstab 1:24.

Ich habe den Cord bei einer Tombola während der Modellausstellung des PMC Riesa 96 e.V. in Zabeltitz 2016 als Preis gewonnen.
Zuerst wollte ich ihn eintauschen gegen einen anderen Bausatz, da ich Modelle des Baujahres 1937 nicht unbedingt bauen wollte. Mein Interesse liegt eher bei US Modellen der 6oer und 70er Jahre.
Aber eins hat der Cord 812 doch mit meinem Interessengebiet gemeinsam: Ein US Car mit 8 Zylinder.
Grund genug für mich, auch mal einen solchen Oldtimer zusammen zu bauen. Also fange ich an, den Inhalt des Kartons zu prüfen:
Sehr gut erkennt man hier schon, warum auf dem Karton der Hinweis „Molded in Color“ steht. Aber das sollte niemanden am Lackieren der Karosserie und der Teile hindern. Außerdem habe ich mir für meinen Cord ein schönes Gelb als Hauptfarbe ausgesucht, er bekommt rotes Interieur und ein hellbraunes Dach.
Es ist mein erstes Modell, welches ich mit einer Airbrush Ausrüstung gestalten werde.
Nun schaue ich mir aber erst einmal die Bauanleitung an. Sie ist ziemlich kurz gehalten, drei Farben werden noch empfohlen und sonst sehe ich nur Teile und Zahlen. Aber kein Problem, im Grunde entsprechen die einzelnen Schritte einer bestimmten Logik, die ich im Bau dann schon mitbekomme.
Jetzt geht es auch schon los mit dem Entgraten der Teile und ein paar Schleifarbeiten an der Motorhaube, denn diese wollte nicht richtig schließen. Hier erkennt man dann auch schon, das der Cord in jedem Fall nicht ohne Lackierung auskommt.
Wenn die Motorhaube dann passt, geht es auch schon weiter mit den nächsten Schritten.
Im Normalfall beginne ich ja eigentlich immer mit dem Motor. Hier hat mich aber diese nicht passende Motorhaube gestört, deshalb ist der Motor erst jetzt dran. So viele Teile sind es nicht und ich kann mir daduch alles schon vom Gießast getrennt zusammenlegen. Wichtig ist hier, das die Seiten für die Zylinderabdeckungen nicht vertauscht werden. Die Besonderheit des Motors ist, das das Getriebe vorn ist, denn der Cord 812 hat einen Frontantrieb.
In die Zylinderabdeckungen sind die Zündkerzen mit eingearbeitet. Das ist gut für mich, denn dann haben die Zündkabel einen guten Halt. Ich muss sie nur oben aufstecken und festkleben.
Aus dem Zündverteiler werden die Kabel in ein Rohr geleitet. Das sit etwas schwieriger als ich dachte, denn die Kabel scheinen zu viert einen größeren Durchmesser als das Rohr zu haben. Aber letztendlich hat das funktioniert, die Zündkabel von den Kerzen wurden später auf das Rohr platziert.
Fertig sieht der Motor dann so aus:

Nun kann ich mich um die Räder kümmern. Die Räder bestehen hier aus den Reifen, Reifenringen und der Felge. Logischerweise kommt auf die Rückseite des Rades noch die Halterung, um das Rad später auf der Achse zu befestigen.
Die Reifenringe sind aus Plastik und sollen in den Reifen gedrückt werden. Ohne Schleifarbeiten funktioniert das aber nicht. Ich habe die Rückseite der Ringe stark abgeschliffen, bis sie leicht in den Reifen passten. Die Vorderseite habe ich ebenfalls mit Schleifpapier bearbeitet, damit keine Übergangskannten von Reifenring zu Reifen entstehen. Die Reifenringe sind bei mir nur mit Tamiya Grundierung aus der Dose grundiert. Wegen des passenden Aussehens nach der Grundierung habe ich tatsächlich auf Lack verzichtet.
Bei den Felgen mussten die Löcher mit schwarzer Farbe bemalt werden. Hier benutze ich Tamiya XF-1 schwarz. Außerdem möchte ich noch den Felgenring außen in Wagenfarbe lackieren. Für die Karosserielackierung werde ich glänzenden Tamiya X-8 Lack verwenden, den ich jedoch noch mit anderen Farben abmischen werde, um ein nicht zu leuchtendes Gelb zu erhalten. Diese Farbmischung kann man mit der Airbrush und auch mit dem Pinsel verarbeiten. Und genau das ist der nächste Schritt, die Felgenringe werden mit einem dünnen Pinsel in genau diesem Gelb nachgemalt.
Am Ende wird das Rad zusamengebaut und schon am Chassis, welches ich in Schwarz (Mischung aus X-1 und XF-1) mit der Airbrush Pistole lackiert habe, montiert.
Jetzt geht es weiter mit der Karosserie. Der Ablauf ist wie immer: Grundieren mit Tamiya Surface Primer in weiß, schleifen, Lackieren mit Gelb und wieder schleifen. Zwischendurch gibt es immer mal eine Anprobe mit den schon fertigen Komponenten.
Das Dashboard und das Lenkrad sind zwischendurch auch mit drann. Diese Details werden mit einem feinen Pinsel lackiert.
Nun wird es aber auch Zeit für das weitere Interieur. Hierfür habe ich mir eine rote Farbe der Marke Vallejo Model Color ausgesucht, also eigentlich ist es eine Mischung aus mehreren Farben von Vallejo. Nach dem Lackieren mit der Airbrush Pistole wirkt die Farbe sehr matt, deshalb habe ich Sie anschließend noch mit Vallejo Model Air 060 Klarlack Satin Varnish versiegelt. Im Fußbereich gibt es noch ein paar Teppichflocken von Scaleproduction.
Die Türen haben kein Scharnier, das sieht merkwürdig aus. Deshalb habe ich ein bischen improvisiert und die Scharniere nach bestem Wissen nachgerüstet, natürlich ohne funktionelle Eigenschaften …
Die Türhebel und Scheibenkurbeln sind lackiert, vorn habe ich dann noch nach Anleitung die Fußpedalen angebracht.
Jetzt gibt es erst einmal eine ausgiebige Anprobe.
Nach ein paar Tagen Trocknungszeit für den Mr.Super Clear Klarlack auf der Karosserie geht es dann schon an das Finish, den Zusammenbau des 1937er Cord 812.
Ich würde sagen, der sieht recht gut aus. Jetzt müssen nur noch die Türgriffe Außen dran …

… und fertig ist mein Cord 812.
Im Januar 2017 durfte er zum ersten mal mit zur Ausstellung des PMC Riesa 96 e.V. bei den Modellbautagen in Siebenlehn 2017.

 

 

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